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Dieses beeindruckende Bergstädtchen in 608 m Höhe in einer bewaldeten Mulde des oberen Nera-tals, von einer Bergkette umrandet, wird oft die “Perla dei Sibillini” genannt. Laut Tradition kommt sein Name von Vicus, also einem zwischen zwei Flußtälern gelegenen römischen Dorf, in einem Gebiet, daß seit jeher die Menschen angezogen hat. Im Mittelalter galt das Dorf, zusammen mit dem Herzogtum von Spoleto, als ein sehr lebendiges Zentrum, vermutlich nicht zuletzt deshalb, weil es sich auf einer Straße befand, die einst die Verbindung zwischen Foligno und Camerino gestattete. Die ursprüngliche Ortschaft wurde nach Beschädigung durch ein Erdbeben im 13. Jh. in eine neuer Stelle umfassend umgebaut; angeblich hatte sie vorrömische Spuren aufbewahren. Die damalige mittelalterliche Architektur, mit den schmalen Gassen der Altstadt und den zahlreichen uralten Häusern, ist noch heute erhalten, aber nach der modernen Stadtentwicklung gibt sich heute das Stadt mal alt mal geschmackvoll modern.
Zur mittelalterlichen Gemeindestadt erhoben, befand sich die Kleinstadt ständig im Krieg mit den naheliegenden Dörfer, bis 1443, als Papst Eugenio IV sie erlaubte, ein Stadtwappen mit päplichsten Schlüsseln und dem motto Antiquum et fidele Vissum zu beantragen. Die Kämpfen mit der Stadt Norcia endeten allerdings erst 1522, als Visso, zusammen mit den anderen verbündeten ‘Guaite’, bei der berühmten Schlacht von “Pian Perduto” die umbrische Stadt besiegte.
Das Dorf ist auch Sitz der Einrichtung ‚Nationalpark der Sibillinischen Berge’.
Autor: Fabio Santilli
Übersetzung: Gianfranco Martorano |