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Den hochmittelalterlichen Vornamen Plebs hat man mit großer Wahrscheinlichkeit dem ursprünglichen Namen Bovellianum vorangesetzt, was das Vorhandensein eines der Viehzucht gewidmeten römischen pagus nachweisst. Andere Experte glauben jedoch, der ursprüngliche Name sei mit einem gallischen Ort in Verbindung, wo den Ochsen verehrt war. Fest steht, dass das Gebiet bereits im Neolithikum besiedelt wurde. Im Mittelalter war es der Familie Da Varano zugeordnet, mit deren Schicksal wurde das Städtchen untrennbar verknüpft bis es zuerst dem Herrschaftsgebiet des Kirchenstaates und dann dem der neuen italienischen Nation angegliedert wurde.
Dank seiner günstigen Lage, mitten im Fornacetal, ist Pievebovigliana noch heute ein Gebiet von sehr alter ländlicher Kultur, daher stützt sich seine Wirtschaft hauptsächlich auf Landwirtschaft und Handwerk. Aber obgleich das Dorf überwiegend noch durch die Landwirtschaft geprägt ist, hat der Ort auch besondere Bedeutung durch seine Webstuhlweberei erlangt, die noch sehr stark an Traditionen gebunden ist und noch die alten Techniken benutzt. Das Dorf ist auch ‘Hauptstadt’ des ‘mistrà Varnelli’, eines sehr bekannten Anislikörs, der ein echtes Wahrzeichen der typischen Produkte jener Gegend geworden ist, die ‚alto-maceratese’ genannt wird.
Von der mittelalterlichen Befestigungsanlagen sind wenige Spure erhalten, unter anderem die Architektur auf der höchsten Stelle des Dorfes.
Zu besichtigen in der Umgebung ist der Ortsbezirk Campi, eine historische Altstadt von außergewönlicher Bedeutung, die einen Stadtturm aus dem 15. Jahrhundert bewahrt.
Autor: Fabio Santilli
Übersetzung: Gianfranco Martorano |