| Beschreibung: |
Die Besiedlungskontinuität dieser Gegend lässt sich an zahlreichen archäologischen Funden dokumentieren, die unter anderem für den Ort auf einer im 7. Jahrhundert v.Cr. Pizenter Gründung schließen lassen.
Wie sein Name schon beweist, ist die Geschichte des ganzen Gebietes, wie die der anderen nahegelegenen Ortschaften auch, in vielerlei Hinsicht von der Besetzung der Langobarden geprägt worden. Der Name stammt aus dem mittelalterlichen Schloß, das der Lombarder Feldherr Elprando erbauen ließ. Die Farfa-Mönche, die es später erbten, erweiterten und befestigten das Schloß.
Im frühen 11. Jahrhundert war Montelparo, zusammen mit Smerillo und Montefalcone Appennino, das wichtigste zur Abtei von Farfa gehörende Gebiet der alten römischen Region Picenum.
Im 13. Jahrhundert erhob sich der Ort zu einer freien Kommune auf der Seite der Guelfen, was ihn ermöglichte, Sonderrechte und Indulgenzen zu bekommen, die seine soziale und wirtschaftliche Entwicklung so großartig beschleunigte, daß er magnifica comunitas bezeichnet wurde.
Als Papst Sistus V jedoch die Diözese von Montalto errichtete, wurde dem Gemeindestadt jede Sonderrechte weggenommen und der Ort verlor wesentlich an Bedeutung.
Die neuere Stadt hat ihr mittelalterliches Aussehen völlig bewahrt. Das Gebiet ist besonders geeignet für die Produktion von Getreide und Hülsenfrüchtler, aber eine große Rolle spielt auch die Viehzucht, besonders die zu einer alten Tradition gehörende Rinderzucht, mit einer großen Vielfalt an Fleisch hochwertiger Qulität. Es werden aber auch Schweine gezüchtet. Ohne weiteres außergewöhnlich ist das ‚Museum der altertümlichen wandernden Handwerke auf Räder’.
Autor: Fabio Santilli
Übersetzung: Gianfranco Martorano |