| Beschreibung: |
Wegen der beeindruckenden Zauber, den er vermitteln kann, wenn man sich dem Dorf nähert, wird Montefortino oft als “borgo incantato” (‚zauberhaftes Dorf’,) bezeichnet. In der Tat, die Aussicht seiner mittelalterlichen Gebäuden, die sich eng aufeinander spiralförmig bis 700 Mt. um den Hügel hinaufwinden, von den Gipfeln der Sibillinischen Berge umrahmt; die unheimlichen Namen der Berge: Monte Sibilla, Pizzo della Regina (‘Königinsbart’), Pizzo del Diavolo (‘Teufelsbart’) und die tief beeindruckende Gola dell’ Infernaccio (‘Höllenschlund’); all dies mag freilich dem Besucher besondere Ehrfurcht einflößen. Beim Eintreten in den Borgo jedoch schwindet dieser erste, mystische Eindruck, und sieht es aus, als könnte man, durch sehr gut bewahrte Gassen, die soziale und künstliche Geschichte des gesamten Berggebietes durchzugehen: angefangen von dem gotischen Stil des Stadttors ’Porta Santa Lucia’, dem ‘Palazzo Leopardi’ (16.Jh.), dem mit klassizistischen Stilelementen (hier starb Fortunato Duranti) versehen ‘Tempietto dell’Orologio’ (´Uhr-Tempelchen´), bis hin zu den ´Comunanze´, einem gemeinsamen System der Nutzung der Landeserzeugnisse, von denen die ‘case-torri’ (die älteste geht auf 1504 zurück) sind Zeugen der silvopastorale Landnutzung vieler Ortschaften dieser Bergregion.
Autor: Fabio Santilli
Übersetzung: Gianfranco Martorano |