| Beschreibung: |
Der Name dieses Dorfes, dass auf einem senkrecht über dem Tenna-Fluss aufragenden Felsen (in 600 Mt. Höhe) liegt, bezieht sich auf die fränkische Besetzung dieses Gebietes; es ist auf jeden Fall die Existenz einer ehemaligen römischen Zentrum bezeugt, das Ars Rubetana, genannt war; wahrscheinlich war es in enger Abhängigkeit von der nahegelegenen Faleria, aber man hat auch Spuren einer antikeren Siedlung der Picenter gefunden. Im mittelalterlichen Krieg zwischen Guelfen und Ghibellinen, schlug sich das Monte S.Martino auf die Seite der Guelfen, also des Papstums. So gewährte die Kirche dem Städtchen jene Privilegen (unter anderem das Privileg der Reichsunmittelbarkeit), die ihm zuerst ermöglichte von örtlichen Machthabern, der Familie Proporzi, einem Zweigen der Familie Brunforte, verwaltet zu sein, und dann, um das Jahr 1204, sich zu freien Reichsstadt zu erklären. In der erste Hälfte des 14. Jahrhunderts war es kurz der Herrschaft der adligen Familie Da Varano unterworfen und später des Kirchenstaats, mit dessen Schicksal wurde das Städtchen untrennbar verknüpft bis es zur Zeit des Risorgimento zur Einigung Italiens kam.
Das spätmittelalterliche Schloß ist nur noch teilweise erhalten, ebenso wie die mächtigen viereckigen Festigungstürmen und ein aus Stein aber mit Backstein decoriertes Eingangstor der alten Ringmauer.
Was seine Wirtschaft angeht, wichtig ist die Seidenraupenzucht, mit dem Maulbeerbaumanbau, der Seidenkokonproduktion, der Trocknung und der Spinnerei.
Das Dorf ist stolz auf seine Kunstwerke, die zu den wichtigsten der ganzen Region zählen.
Autor: Fabio Santilli
Übersetzung: Gianfranco Martorano |