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Dieser Ort verdankt seinen Namen den Thermalwasserquellen des nahegelegenen Colle Garufo, die einst ein wichtiges Thermalkomplex (calidarium) speisten. Von zahlreichen römischen Überresten aus unterschiedlichen Epochen, die überwiegend in der Gegend unterhalb des Ortskerns von Pievefavera ans Licht gebracht wurden, lässt sich die Existenz dieser Ortschaft bereits in später republikanischen Zeit nachweisen.
Nach dem Krieg zwischen Goten und Byzantinern, erschien das Castrum Caldarolae erneut im 9. Jh. als Eigentum der Abtei von San Clemente in Casauria und im Jahr 1240 ist es mit Camerino verbunden. Nach verschiedenen verwaltungsmaessigen Teilungen, ging die Kleinstadt 1545 endgültig den Besitz der Kirche über. Sie entwickelte sich beträchtlich nachdem Evangelista Pallotta Kardinal wurde im Gefolge des Papstes Sixtus V und den Ortskern direkt unterhalb des Schloßes verlagert hatte.
Die Stadt verdankt dem Kardinal auch ihre aktuelle sixtinische Struktur und ihr schönes Familienschloß ‘Palazzo Pallotta’. Dies war der Geburtsort der Familie von De Magistris, die im 16. und 17. Jahrhundert als treibende Kraft einer bedeutenden lokalen Malerschule galten. Einige Ortsbezirke in der Umgebung von Caldarola sind ohne weiteres erwähnenswert: Valcimarra, Pievefavera, Croce und Vestignano, in einem Landschaftstraum eingebettet alte Festungsanlage.
Autor: Fabio Santilli
Übersetzung: Gianfranco Martorano |